TALENTE – Meister der Zukunft 2024
2024 präsentierte die Sonderschau „TALENTEmünchen – Meister der Zukunft“ Arbeiten von 92 jungen Gestalterinnen und Gestalter aus 27 Ländern in 12 unterschiedlichen Gewerken. 2024 waren auch Werke von Teilnehmern aus China, Iran, Israel, Kroatien, Kolumbien und Litauen dabei.
TALENTEmünchen zeigt innovative, einfallsreiche, außerordentliche und sehr unterschiedliche Werke gerade in den Bereichen Glas, Keramik, Schmuck und Textil. Die Exponate spiegeln besonders das große Interesse an Textilien, das sich schon in den letzten Jahren zeigen ließ, und dasjenige für Glas, das als ein vielfältig einsetzbarer Werkstoff entdeckt wird.
Aktuelle Tendenzen
Gewinnerinnen und Gewinner des „TALENTE – Meister der Zukunft“ Preises 2024
Daniela Cimen, Deutschland
Materialien und Technik
Daniela Cimens Projekt „Re·in·Waste“ überzeugte die Jury durch die innovative Herstellung, Anwendung und unterschiedlichen Texturen. Aus einem biologischen Abfallstoff wird ein wasserabweisender, biologisch abbaubarer Mantel entwickelt, wobei die Erinnerung an das Ausgangsmaterial gewahrt bleibt. Die Jury erkannte in diesem Projekt Ansätze für weitere Materialproben und Einsatzmöglichkeiten.
Max Greiner, Deutschland
Glas
Das Projekt „About Slag“ von Max Greiner interessierte die Jury zum einen wegen des seriellen und experimentellen Charakters, zum anderen wegen des Hinterfragens des Wesens, der Vorstellung von Gefäßen. Ein weiteres Argument bildete der Umgang mit Materialerwartungen – wie aus einem eigentlich hässlich und schmutzig scheinendem Ausgangsmaterial ein schöner, ästhetisch gestalteter Gegenstand entsteht.
Charlotte Marabito, Deutschland
Keramik
An Charlotte Marabitos Projekt „Performative Extrusion“ faszinierte die Jury die Materialforschung, der spielerisch-experimentelle Charakter sowie die Kombination eines eigentlich mechanischen Vorgangs mit Handarbeit. Die Störung, das Eingreifen in den traditionellen Vorgang des Extrudierens fand Lob.
Lydia Soojin Park, Südkorea / Norwegen
Keramik
Lydia Soojin Parks Keramikobjekten gefielen aufgrund ihrer ästhetischen Qualitäten und ihres narrativen Charakters. Besonders die Arbeit mit verschiedenen Ebenen, die Kombination unterschiedlicher Muster und Farben in einer Arbeit sowie die Reflektion über Aspekte traditioneller Keramik wurden hervorgehoben.
Soohyun Chou, Südkorea
Metall
Soohyun Chous Gefäße sind durch Strenge, Kraft, Reflektion und genaue Überlegung sowie durch konstruktive Klarheit bestimmt. In ihrer Monumentalität, kraftvollen Ausstrahlung und Reliefgestaltung scheinen sie mit einer nahezu architektonischen Qualität ausgezeichnet zu sein.
Benedict Haener, Schweiz
Schmuck
Benedict Haeners Arbeiten aus der Serie „Sugar Free“ faszinieren durch die illusionistische Wirkung. Der Jury gefiel das auf den ersten Blick lustige Element, das bei genauerem Betrachten der Wertschätzung für die handwerkliche Qualität, die Subtilität und dem Umgang mit Materialien weicht. Der Kinderschmuck aus Süßwaren wird hier aufgegriffen, und es wird mit dem Aspekt der Künstlichkeit gespielt.
Masoumeh Rezaeilouyeh, Iran / Deutschland
Schmuck
Masoumeh Rezaeilouyehs Halsschmuck „Frau, Leben, Freiheit“ berührte die Jury aufgrund der politischen Inhalte und der handwerklichen Qualität. Die Schwere der inhaltlichen Information steht der Feinheit der Materialien und der Zartheit der Technik gegenüber. Die Jury lobte den Umgang mit Traditionen, den feministischen Standpunkt und das Weiterführen der Vermittlung weiblicher Botschaften im textilen Medium.
Damien Ajavon, Frankreich / Norwegen
Textil
An Damien Ajavons Arbeiten schätzte die Jury die Vielfalt von Informationsebenen, darunter Kunstgeschichte, Gender-Fragen, Kulturaspekte, Kolonialismus-Debatten, Norwegen. Das Fließende in Hinblick auf Identität, Tätigkeit, Kunst und Handwerk sowie Kunstgeschichte faszinierte.

















